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Die Entdeckung der Alpen - Landschaft eine Art irdisches Paradies

DI Dr. Hans Peter Jeschke

Erst im 18. Jahrhundert verlieren die Alpen im Allgemeinen in den Augen der Menschen ihren menschenfeindlichen Charakter. Kulturhistorisch gesehen ging der künstlerisch-wissenschaftlichen Begeisterung für die Salzkammergutlandschaft die ästhetische und naturkundliche Entdeckung der Schweiz durch zwei Meisterwerke voraus: die Jean Jaques Rousseau’s „Briefe zweier Liebender aus einer kleinen Stadt am Fuße der Alpen, gesammelt und herausgegeben von Jean Jaques Rousseau“, wie der Briefroman „Julie, ou la nouvelle Héloise“ (1761) im Untertitel hieß, und das Versgedicht „Die Alpen“ von dem Berner Naturforscher Albrecht von Hallen (1729).
Das Naturgefühl Rousseau’s umfasste die ganze Welt, die Landschaft wird zur Trägerin von Gefühlsempfindungen, die bisher nur Angst und Greuel erweckenden Berge – noch nicht die Welt der Hochalpen – wurden zu einer Art irdischen Paradieses. Auf diese Weise wurde eine Reise in die Alpen zu einem moralischen Erlebnis, zu einer Pilgerfahrt zu den Quellen der Menschheit und einer heilsamen Kur für Körper und Geist. In ganz Europa bildete Rousseau den Ansatzpunkt sowohl für die alpine Thematik in der Literatur als auch für die wissenschaftliche Erforschung der Alpen. Die Schweizer Alpen wurden damit einerseits zu einem der Brennpunkte naturkundlich, allgemein wissenschaftlichen, künstlerischen und philosophischen Interesses bzw. andererseits „Bewertungsmaßstab“. Die ersten an den Alpen interessierten Künstler und Forscher im 18. Jahrhundert kamen aus aufgeklärten Kreisen der Schweiz, aus England und Deutschland. Schweizer und englische Literaten und Maler erforschten die Alpen, gaben durch ihre Werke zusammen mit zahllosen Reiseberichten Zeugnis vom neuen Verhältnis Mensch und Natur.

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