Title: http://www.gosaunet.at - Hund sein in Gosau, Jänner 2013

Hund sein in Gosau, Jänner 2013

Max überschaut das Gosautal
Hundeleben in Gosau

in mehreren Veröffentlichungen in den letzten Monaten wurden die Hundehalter in Gosau auf die Problematik der Hundstrümmerl hingewiesen.
Es scheint so, dass die in Gosau lebenden Hunde eine große Gefahr für Mensch und Vieh sind.
Stimmt das wirklich?

Freundlicherweise wurde "gosaunet" dazu ein Bericht von Tierärztin Dr. Tanja Warter zur Verfügung gestellt.

Neosporose
In Naherholungsgebieten finden Bauern leider nur zu oft die Hinterlassenschaften von Hunden in ihren Wiesen. Dass Hundekot auf den Wiesen für jeden Bauern bei der Heuernte ein ekeliges Ärgernis ist, kann sich jeder vorstellen. Vor allem deshalb sollte jedes Hauferl vom Hundebesitzer beseitigt werden. Um die Krankheiten, die Hundekot bei Kühen verursachen kann, ranken sich jedoch zahllose Gerüchte und Märchen.
Was in den Beschimpfungen alles über das Kuhmaul in die Milch geht, ist abstrus. Die ganze oft sehr unsachlich geführte Diskussion dreht sich um eine Erkrankung namens „Neosporose“, die in seltenen Fällen zum Problem werden kann.
Auslöser der Neosporose ist ein kleiner, einzelliger Parasit. Hunde können sich mit ihm infizieren, wenn sie Schlachtabfälle, vor allem aber Nachgeburten von Kühen fressen. Der Parasit wandert in den Magen-Darm-Trakt des Hundes und bildet dort Eier aus, die anschließend mit dem Kot ausgeschieden werden. Im ungünstigsten Fall auf einer Wiese, auf der Rinde grasen. Bei trächtigen Kühen, die den Erreger mit dem Hundekot auf der Weide fressen, kann es zu schwerwiegenden Folgen kommen. Fehlgeburten sind das Hauptproblem bei Neosporose und für Bauern ein herber Verlust. Fruchtbarkeitsstörungen der Kühe sind ebenfalls ein Problem. Kälber, die sich im Mutterleib angesteckt haben, können kurz nach der Geburt schwer krank werden und sich nicht richtig bewegen.
Aber: Nur äußerst wenige Hunde sind infiziert, weil sie kaum die Gelegenheit haben, die Nachgeburt einer Kuh zu fressen und sich somit anzustecken. Darum ist die Gefahr der Neosporose in der Regel sehr gering. Querschnittsuntersuchungen haben gezeigt, dass höchstens 1,7 Prozent der Hunde den Erreger in sich tragen. Trotzdem sollte Hundekot (auch der von Hofhunden!) beseitigt werden, um erst gar kein Risiko einzugehen. Und: Bello und seine Artgenossen sollten niemals die Möglichkeit bekommen, Nachgeburten von Rindern oder rohe Schlachtabfälle zu fressen. (Gilt auch für Bauernhofhunde!) Ansonsten gebietet es die gegenseitige Rücksichtnahme, Hinterlassenschaften von Hunden aus fremden Wiesen zu
entfernen. Bitte aufpassen, dass Bello nicht ins tiefe Gras läuft und dort sein Geschäft erledigt. Auch das niedergetrampelte Futter ist für Landwirte ärgerlich.

www.docwarter.com Tanja Warter, Tierärztin und Journalistin

Artikel der Vetmeduni Wien zu Neosporose

Hunde in Gosau

wir sind ganz klein, dafür zu zwein, das macht gleich doppelte Hundesteuer...
herrlich ein Bad im Schnee
wir sind die Gemeindewachhunde und jagen auch Katzen, aber trotzdem zählen wir nicht zu den Jagdhunden...

Bericht Anni Ringer

In Gosau sind 60 Hunde gemeldet, davon 16 Jagdhunde. Ungefähr 3,5% der hiesigen Bevölkerung besitzen einen Hund.
In Österreich gibt es ca. 580 000 Hunde, statistisch gesehen haben ca. 6,5% der in österreich lebenden Menschen einen Hund. Daher kann man sagen, dass Gosau nicht zu den hundereichen Gemeinden zählt.

Die Hundesteuer beträgt in Gosau pro Hund € 43,60, für einen Jagdhund € 1,45. Insgesamt betragen die Einnahmen der Gemeinde Gosau für unsere Vierbeiner ca. € 2000.- jährlich. 
Die Höhe der Hundeabgabe wird von jeder Gemeinde selbst bestimmt und die eingehobene Steuer fließt in das Gemeindebudget ein; eine Zweckbindung ist dafür nicht vorgesehen.
In Gosau wurden mit der eingenommenen Hundsteuer vor einigen Jahren Gassistationen eingerichtet. Im Ortsgebiet sehr sinnvoll und bewährt. Wenn gefüllte Gassisackerl jedoch im Wald unter einem Baum liegen, dann staunen Fuchs und "Co" nur so!

Wenn alle „Umweltverschmutzer“ so hoch besteuert würden wie Hunde, hätten wir wahrscheinlich keine Umweltprobleme mehr. 

 

Unter uns: Jacky, Sally und Tina unterhalten sich

Drei Sofahunde unterhalten sich

Habt ihr schon einmal eine Kuhnachgeburt gefressen? Wo gibt’s denn so was, ich bekomm immer nur Trockenfutter. Das schmeckt mir bestimmt nicht, ich mag lieber Cesar und manchmal gibt’s ein bisschen Schinken und Käse.
Wohin gehen wir heute? In den Wald. Pass auf, da sind die Jäger und zudem viel zu viel Schnee!
Gehen wir dem Gosaubach entlang. Nicht schon wieder, wird langsam fad.
Ich spaziere auf dem Loipenweg ins Vordertal, da bleib ich weiß und sauber! Pass auf, das ist jetzt auch ganz streng verboten. Wie machen es die Füchse, die laufen doch kreuz und quer im Wald und Tal herum. Ja, hab auch schon an vielen Spuren geschnuppert. Geimpft sind die auch nicht und Sackerl haben sie auch keines.  Aber die sind nur in der Nacht unterwegs. Und teuer bezahlen sie die Freiheit, 60 000 werden jedes Jahr in Österreich abgeschossen. Da bin ich doch lieber Hund!
Machen wir eine Dorfrunde?
Nein danke, immer das Salz auf den Pfoten!
Ich hab gehört, die spuren jetzt in Gosau mit unserem Steuergeld einen Spazierweg und eine Hundeloipe. Da können die vom Tourismus dann richtig Werbung machen damit: In Gosau fühlen wir uns pudelwohl, oder so…! Da hätten wir die Nase ganz vorn!
Glaubst du das? Ist bestimmt ein Märchen oder ein Wahlzuckerl für die Menschen von der Hundepartei!
Da schlafen wir noch einmal drüber….


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