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Allergievortrag 9. Oktober 2001

Auf Einladung der "Gesunden Gemeinde Gosau" sprach der Allergieexperte Primar Dr. Franz Eitelberger aus Wels vor interessiertem Publikum im Volksheim.
Den Firmen Glaxo und Aventis  vielen Dank für die sehr hilfreiche Unterstützung des Abends!

Der Vortragende gab einen umfassenden Überblick über dieses komplexe und schwierige Thema.  Es gelang ihm ausgezeichnet, die ZuhörerInnen den Abend lang durch das Gebiet der Allergie zu führen.

Laut Definition handelt es sich bei einer Allergie um eine krankmachende Überempfindlichkeit des Abwehrsystems.
Der Betroffene ist daher das Gegenteil eines "Immunschwächlings".
Erblichkeit, soziale Faktoren und Umwelt  spielen als Ursache eine wesentliche Rolle. Interessante Details: es scheint, dass Kinder mit mehreren Geschwistern, Kinder im ehemaligen Osten, die schon ab dem 1. Lebensjahr Kinderkrippen besuchten und Kinder von Bauernfamilien, die sich bereits als Säuglinge im Stall aufhielten, weniger Allergien entwickeln.
Buben neigen verstärkt zu Heuschnupfen und Asthma, Mädchen eher zu Neurodermitis.

Lebensmittelallergien, besonders auf Kuhmilch entwickeln sich innerhalb der ersten 6 Lebensmonate.   
Nach dem 2. Lebensjahr gehen diese zurück und sind im Erwachsenenalter nur mehr äußerst selten. 
Um eine Allergie nachzuweisen, sind wichtig die ausführliche Patientenbefragung durch den Arzt (Anamnese), die Austestung auf der Haut, Blutabnahme (IgE) und nur selten nötig der sehr aufwendige Provokationstest. Sehr kritisch äußert sich der Allergieexperte zu diversen kostspieligen Tests, von Muskeltest bis Bioresonanz.
Unverträglichkeiten (keine Allergie), die nicht mit einer Reaktion des Immunsystems einhergehen,  zum Beispiel bei Erdbeeren, treten im Erwachsenenalter häufiger auf.

Stress kann den Verlauf einer Allergie beeinflussen, die Psyche "macht" aber keine Allergie.
Allergien gegen Pollen und Milben, Bienen und Wespen können durch die über längere Zeit verabreichte "Impfung" bis zu 95% geheilt werden.
Allergisches Asthma ist durch neue Inhalationsmedikamente gut und unkompliziert zu behandeln.
Am Ende des Vortrages gab der Referent noch einige Empfehlungen: Stillen bis zum 6. Lebensmonat ohne Zufütterung, kein Hühnerei im 1.Lebensjahr, Vermeidung von Haustieren, wenn es Allergiker in der Familie gibt, Vermeidung der Hausstaubmilbe, Vermeiden des (Passiv-) Rauchens.

Nach der Beantwortung vieler Fragen zog Herr Primar Dr. Eitelberger die Gewinnerin des Preisrätsels der "Gesunden Gemeinde Gosau". Das Blutdruckmessgerät gewann Karoline Schweighofer.

Die richtigen Antworten:

  • Der Blutzucker soll nüchtern unter 110 sein
  • Mit dem Peak Flow wird die Lunge überprüft
  • Die Euronotrufnummer ist 112

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