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Nachruf für Josef Müller 16.1.1943 - 20.11.2004

<!--StartFragment -->Nachruf für Josef Müller 1943 - 2004, Träger der Goldenen Ehrenzeichen der Bundesländer Wien, Niederösterreich, Burgenland und vieler weiterer hoher Auszeichnungen.
Im Jahr 2001 zog wieder Leben in das Obere Forsthaus ein. Josef Müller hatte sich in das Haus und die herrliche Natur rundherum verliebt. Gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth wurde das alte Anwesen liebevoll renoviert und ein kleines Paradies für Blumen, Hund, Katzen und Wassertiere geschaffen.

Mit Orsi, seiner Prinzessin, war Josef in Gosau unterwegs. Er ging auf alle zu und kam mit jedem ins Gespräch. Er spürte wo der Schuh drückt - er horchte hin und half, schnell, konsequent und leise.
Er freute sich an der Arbeit im Garten, an den Entdeckungsreisen durch das Salzkammergut mit dabei immer seine Digitalkamera. Er arbeitete am Computer, baute Krippen mit seinen beiden Enkeln, besuchte die Schlaraffen in Bad Ischl und war bald mit vielen Menschen aus dem inneren Salzkammergut bekannt und befreundet.
Nur wenige wussten von seinem vorherigen Leben in Wien.
Er war ein Kriegskind, geboren 1943, sein Vater kehrte nicht mehr zurück. Seine Mutter sorgte als Hausbesorgerin für ihn und seine Schwester. Er wurde Tischler und engagierte sich bereits als Jugendlicher für die katholische Arbeiterjugend. Mit 21 Jahren wurde Josef Müller aufgrund seines sozialen Einsatzes Fürsorgerat im 9. Bezirk.
Sein Engagement als Betriebsratsobmann führte ihn schlussendlich zu der Gewerkschaft der Bau- und Holzarbeiter. Nach dem Besuch der katholischen Sozialakademie begann seine Laufbahn im österreichischen Gewerkschaftsbund. Er wurde als Experte bei verschiedensten Sozialgesetzen in Unterausschüssen des Parlamentes bekannt.
Als erstem Nichtakademiker wurde ihm 1980 der Leopold Kunschak Anerkennungspreis verliehen.
Ab 1986 leitete Josef Müller die AUVA Wien, Niederösterreich, Burgenland. Er versuchte mit allen Mitteln Menschen nach Unfällen eine Rehabilitation und eine menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Im Bereich der Unfallvermeidung ging er neue Wege. Er suchte Partner und startete Unfallverhütungsaktionen für Kindergartenkinder, Schüler bis zu Autofahrer und Bauarbeiter.
Seine Frau Elisabeth, die bei der AUVA die Abteilung für Rehabilitation leitete, stand ihm überall zur Seite. Wenn heute von Landeshauptleuten Preise für die Pflege von behinderten Menschen übergeben werden, so ist auch das eine umgesetzte Idee von Josef Müller.

Er legte seine Uhr ab und wollte die Zeit genießen. Doch trotz der Pension blieb er seinem Einsatz für andere treu. Einen Tag vor seinem plötzlichen Tod vereinbarte er noch mit Pfarrer Jakob und dem Bundesdenkmalamt erste Gespräche zur Renovation der Kalvarienbergkirche. Auch hier in Gosau hinterlässt er seine Spuren.

Es trauern um ihn seine Frau, seine Familie, seine Freunde, seine Orsi und viele Gosauer - ganz besonders auch seine Kollegen vom PC Seniorentreff

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