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Brandschutz im Brigittaheim, 16.2.2008

Nach der schweren Brandkatastrophe im Alterseim in Egg, Vorarlberg, sind die Brandschutzmassnahmen in Alters- und Pflegeheimen Gespräch.
Der unzureichende Brandschutz war mit ein Grund für den Neubau des Brigittaheimes 1994. Im Alters- und Pflegeheim in Gosau leben 38 Bewohner.
Ing. Fritz Posch MSc, Feuerwehrkommandant der FF Gosau ist ein ausgezeichneter Experte.
Er betreibt in Gosau das Büro für Elektrotechnik-Brandschutz-Sicherheitstechnik.
Davon profitiert auch das Brigittaheim. Es ist am neuesten Stand der Brandschutztechnik und auch die Feuerwehr Gosau übt regelmäßig mit den Angestellten die verschiedenen Brandszenarien.

Technisches Büro für Elektrotechnik,
www.tb-posch.at
Alters- Pflegeheim Gosau,
www.brigittaheim.at

Information von Feuerwehrkommandant
Ing. Fritz Posch MSc

  1. Das Haus ist in massiver Bauweise (Ziegel, Beton) errichtet. Die Aufschließung der 6 Geschoße erfolgt durch ein abgetrenntes Sicherheits-Stiegenhaus mit automatisch schließenden Brandschutztüren zum Zimmer- und Aufenthaltsbereich. An oberster Stelle gibt es eine automatisch öffnende Brandrauch-Entlüftung. Alle Böden im Haus sind schwer entflammbar (B1), schwach qualmend (Q1) und im Stiegenhaus, Eingangsbereich und Keller nicht brennbar. Im Brandfall schließen die Gangtüren automatisch.
  2. Das Heim ist mit einer automatischen Brandmeldeanlage (Brandfrüherkennung für alle Räume) ausgestattet. Der Alarm geht direkt zur Feuerwehr. In jedem Geschoß gibt es mindestens 2 Handfeuerlöscher (Schaum) sowie Kohlesäurelöscher für Küche und Technikräume. Für die Feuerwehr besteht eine gute Zufahrt und ein Hydrant direkt am Haus zur Verfügung.
  3. Jährlich erfolgt eine Mitarbeiterschulung und Feuerwehrübung im Haus.Alle 3 Jahre wird das Haus von der Feuerpolizei (Gemeinde und Sachverständiger) überprüft. Grundsätzlich ist der Brandschutz im Haus sehr gut. Brandgefahren bestehen durch die vielen elektrischen Geräte und die mobilen Brandlasten (Wäsche, Kleidung, Abfälle, usw.). Der vorbeugende Brandschutz versucht Brände zu verhindern, bzw. in Ihrer Ausbreitung und Gefährdung zu behindern und die Brandbekämpfung zu unterstützen.
  4. Das schaut hier praktisch so aus: Verhinderung eines Brandes in elektrischen Anlagen durch den FI (Fehlerstrom-Schutzschalter). Verhinderung der Brand- und Rauchausbreitung durch automatische Brandschutztüren, Brandabschnitte; Brandfrüherkennung durch die automatische Brandmeldeanlage und Rauchabzugsanlage. Ordnung und Sauberkeit, sowie wenig brennbare Lagerungen in den Zimmern und Gängen. Das Evakuierungskonzept für Heimbewohner sieht vor, dass nur jene Personen evakuiert werden, die unmittelbar von Brand und Rauch gefährdet sind. Alle anderen Bewohner sind in ihren Zimmern sicher.
  5. Die Einsatztaktik der Feuerwehr sieht vor, mit schweren Atemschutzgeräten und der Schnellangriffs-Einheit (Hochdruckschlauch 80m) den Brandherd zu finden, abzulöschen und die Fenster im Brandraum zu öffnen. Der 2. Trupp stellt den Hochleistungslüfter so auf, dass im Stiegenhaus ein Überdruck entsteht und der Rauch über das Fenster im Brandraum (Zimmer, usw.) hinausgedrückt wird. Damit wird die Sicht verbessert, der Brand kann gelöscht werden und die Gefahr der Rauchausbreitung wird verhindert.
  6. Es wurde viel für die Sicherheit der Heimbewohner getan, aber die Sicherheitskette aller Maßnahmen ist so stark wie das schwächste Glied. Das ist meist der Mensch, der sich und andere gefährdet. Kerzen, Duftlampen, Rauchwaren, Kocher, Tauchsieder, Heizlüfter, usw. gehören nicht ins Heim. Von ihnen geht ein große Gefahr aus.

Achten wir gemeinsam auf die Sicherheit: Heimleitung, Mitarbeiter, Heimbewohner, Angehörige und die Feuerwehr. Für ein sicheres Brigittaheim in Gosau.


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