Diese Seite wird nicht mehr gewartet und wird eingestellt. Alle Informationen hier.
logo space space space space space space

Krötenschutz in Gosau, 5. April 2010

Amphibienzaun, Klaushof
Alle 15 – 20 m ist ein Kübel vergraben
Ein Eimer voll Kröten
Laichschnüre
Meist klammert sich schon ein Männchen auf dem größeren Weibchen fest
Kampf ums Weibchen: manchmal sind es auch mehrere Männchen, immerhin beträgt das Verhältnis Weibchen zu Männchen nur 1:8

Bericht und Fotos: Mag. Gabi und Mag. Dr. Robert Reiter

Die Wanderung der Erdkröte
Sobald im Frühjahr die Lufttemperaturen 5 °C überschreiten, kriechen die Erdkröten aus ihren unterirdischen Winterquartieren hervor. Die Wanderung zu ihren Laichgewässern beginnt in der Dämmerung. Die Hauptzeit der Krötenwanderung ist in Gosau zwischen Mitte April bis Anfang Mai. Seit 2006 gibt es in Gosau - Klaushof einen Amphibienzaun, seit 2008 auch einen in Gosau – Mittertal. Seither konnten tausende Kröten vor dem sicheren Tod auf der B 166 bewahrt werden.
Bei ihrer Wanderung im Frühjahr legen die Kröten Strecken bis zu einem Kilometer zurück. Jedes Jahr suchen sie dieselben Tümpel zum Ablaichen auf.  Der Laich der Kröten besteht aus bis zu zwei Meter langen Laichschnüren die zwischen Wasserpflanzen abgelegt werden. Sind die Kröten mit dem Laichgeschäft fertig, machen sich die erwachsenen Kröten wieder auf den Rückmarsch in die Sommerquartiere. Auch hier suchen sie meist jedes Jahr dieselben Jagdgebiete auf. Diese können bis zu drei Kilometer vom Laichgewässer entfernt liegen! In warmen Regennächten machen sie Jagt auf Ameisen, Nacktschnecken, Spinnen, Fliegen und andere Insekten. Von Mitte August an macht sich erneut der Wandertrieb bemerkbar. Die Kröten nähern sich den Laichplätzen und ab September vergraben sie sich an einer geeigneten Stelle im Wald.

Wie funktioniert der Amphibienzaun?

Durch den Zaun werden die Kröten gezwungen, an diesem entlang zu wandern und fallen in einen der alle 15-20 m vergrabenen Kübel. Jeden Morgen werden die Eimer kontrolliert und die angesammelten Kröten über die Strasse getragen.
Die Eimer sind übrigens für den Hausgebrauch nutzlos, da sie Löcher haben, damit das Wasser abrinnen kann.
Auf diese Art und Weise werden jedes Jahr zwischen 2000 und 4000 Kröten sicher zu ihren Laichgewässern gebracht.

Tatendrang?
Wer Interesse hat bei der Betreuung des Amphibiennzauns mitzuhelfen, kann sich gerne bei uns melden:
Gabi und Robert Reiter:  osl(at)gmx.at

Interaktiv

Interessantes

Links

Sponsoren

© Verein "wir machen www.gosaunet.at" 2006 - Impressum