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Einsatzbericht vom Verkehrsstau am 7.12.2011 zwischen Gosaumühle und Gosau auf der B166 am 7. Dez. 2011.

Schwerkehr im Gosauzwang bei Schnee
Sattelzug beim Eibeneck
Trotz Schneeketten kein Weiterkommen für den LKW

Bericht und Fotos Freiwillige Feuerwehr Gosau
Friedrich Posch, Feuerwehr-Kommandant

Um ca. 13 Uhr kam ein Sattelzugfahrzeug im Bereich Langweri zum Stehen. Der moderne LKW mit bulgarischem Kennzeichen war leer und für einen Grazer Frächter unterwegs nach Villach! Trotz Schneeketten (1-fache Kette auf Zwillingsräder) ist er hängengeblieben. Durch seine Befreiungsversuche stellte er sich quer und blockierte die gesamte Straße. In Folge blieben noch 2 weitere LKW-Sattelzüge hängen und mussten abgeschleppt werden.
 
Die Polizei, der Streudienst und die Feuerwehr rückten aus. Diese Alarmierung erfolgte nicht durch den LKW-Fahrer sondern durch einen Gosauer, der bereits 1 Stunde im Stau steckte. So hat sich die Bergung der Fahrzeuge weiter verzögert. Eine weitere Verzögerung ergab sich, weil der LKW-Fahrer seinen Anhängepunkt am Fahrzeug erst nach längerem Suchen fand.
Nachdem der LKW-Sattelzug beim Langweri abgeschleppt war und wieder selbst weiterfahren konnte, wurden die anderen LKW-Züge abgeschleppt. Ein LKW-Sattelzug mit 40to Hackschnitzl der Firma Pölzleitner aus Annaberg und ein LKW-Sattelzug vollgeladen mit 40to der Spedition Quehenberger-Augustin aus Salzburg. Inzwischen leistete der Streudienst volle Arbeit, die Straße war salznaß.
Andere Schwerfahrzeuge, wie ein Sattelzug mit Steinen beladen (2 Antriebsachsen) fuhren weiter ohne Schneeketten und ohne Probleme.
Aus dieser Erkenntnis kann man klar sagen: Ein LKW-Sattelzug mit einer Antriebsachse und einfacher Kette auf der Antriebsachse ist nicht geeignet für dieses Straßenstück!!! Diese Fahrzeuge sind für die Autobahn konzipiert und da gehören sie hin.
Wenn man das Bild betrachtet, das ist ja noch kein Winter. Was machen diese Fahrzeuge bei wirklichem Schneefall? Wie schaut es da mit der Verantwortung im Bezug auf die Sicherheit beim Spediteur und LKW-Fahrer aus?
Die Straße war 3 Stunden lang nicht passierbar. Das sollte nicht mehr vorkommen!
                   
Für den LKW-Sattelzug war beim Eibeneck wieder Schluß. Er rutschte fast bis zur Steinmauer. Wieder war die Straße für den gesamten Verkehr blockiert. Wieder musste er von der Feuerwehr abgeschleppt werden.
Zusammenfassung:
1. Ein LKW-Sattelzug mit einer Antriebsachse und einfacher Kette auf der Antriebsachse ist nicht geeignet für dieses Straßenstück! Eine Beschränkung für diese Fahrzeuge ist notwendig.
2. Das Eibeneck ist eine extreme Gefahrenstelle, Sommer wie Winter. Ob Bus oder LKW, sie müssen auf die Gegenfahrbahn ausholen, um die enge Kurve zu nehmen. Im Winter kommt noch die Steigung dazu! Jedes Jahr müssen hier mehrere LKW abgeschleppt werden. Es gab hier bereits mehrere Unfälle, die bisher ohne Personenschaden abgelaufen sind.
3. Die Alarmierung der Einsatzkräfte muss sich verbessern. Der LKW kommt nicht mehr von alleine weg. Scheuen sie sich nicht, den Feuerwehr-Notruf zu wählen 06136/122. Sagen sie dem diensthabenden Disponenten, dass Fahrzeuge abgeschleppt werden müssen. Er kann so eine stille Alarmierung (ohne Sirene) durchführen.
4. Wenn wir mit unserem Rüstlöschfahrzeug 13to ausrücken, um einen 40-Tonner abzuschleppen wirkt das wie David und Goliath. Wir können nur eine Unterstützung sein und Anfahrhilfe geben. Wenn der LKW nicht mithelfen kann, müssen wir Verstärkung aus Bad Goisern und St. Agatha anfordern.
5. Das Abschleppen durch die Feuerwehr verursacht Kosten, die muss der Frächter tragen. Die  LKW-Fahrer schrecken davor zurück und versuchen es so lange, bis wirklich der Karren im Dreck steckt und die ganze Straße blockiert ist. Laut Feuerwehr-Tarifordnung kostet eine einfache Abschleppung für LKW   € 150,-.
6. Positiv bewährt hat sich die neue Abschleppstange am Rüstlöschfahrzeug. Das Abschleppen geht sicherer und ruckfreier.

Wir brauchen noch mehr LKWs...

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