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Ein umgekehrtes Schuldbekenntnis

Gibt es nicht manchmal andere Sünden zu bekennen als die,
welche wir den Menschen aufgeschwatzt haben?
Dass ich keinen Glauben an meine eigenen Möglichkeiten gehabt habe.
Dass ich in Gedanken, Worten und Taten Verachtung
für mich und für mein Können gezeigt habe.

Ich habe mich selbst nicht gleichviel geliebt wie die anderen,
nicht meinen Körper, nicht mein Aussehen,
nicht meine Talente, nicht meine eigene Art zu sein.

Ich habe andere mein Leben steuern lassen.
Ich habe mich verachten und misshandeln lassen.
Ich habe mehr auf das Urteil anderer vertraut. Als auf mein eigenes
und habe zugelassen, dass Menschen gleichgültig
und bösartig mir gegenüber gewesen sind,
ohne ihnen Einhalt zu gebieten.

Ich bekenne,
dass ich mich nicht im Masse meiner vollen
Fähigkeiten entwickelt habe,
dass ich feige gewesen bin, um in einer
gerechten Sache Streit zu wagen,
dass ich mich gewunden habe,
um Auseinandersetzungen zu vermeiden.

Ich bekenne,
dass ich nicht gewagt habe zu zeigen,
wie tüchtig ich bin – nicht gewagt habe, 
so tüchtig zu sein, wie ich es wirklich sein kann.

Gott, unser Vater und Schöpfer,
Jesus unser Bruder und Erlöser,
Geist, unsere Mutter und Trösterin,
vergib mir meine Selbstverachtung,
richte mich auf,
gib mir Glauben an mich selbst
und Liebe zu mir selbst.

Gottesdienst Schwedischer Frauen: Lena Malmgren

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